«Ich bin stolz auf mich und weiss, wozu ich fähig bin.»
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Erfolgsgeschichten

..., die das Leben schrieb.

Wurzeln schlagen braucht seine Zeit. Auch in der Arbeitswelt.

Bei der Gestaltung eines naturnahen Gartens orientiert man sich an den Vorbildern der Natur. Mit einheimischen Pflanzen wird der Garten zu einem Ökosystem verwandelt, der für Mensch und Tier

Lebens- und Erholungsraum ermöglicht. Bei der Entwicklung wird dabei auf aufwendige Pflegemassnahmen und chemische Produkte verzichtet.  "Genau das ist unser Ansatz", sagt Andreas Kessler, Geschäftsführer von Naturgärtner.ch in Schaffhausen. "Nach einer gründlichen Planung intensivieren wir den Erlebnischarakter eines Gartens, indem wir ein Stück Natur schaffen, auch auf kleinstem Raum."

Dass es Zeit und Planung braucht, seinen Lebensraum zu finden und einzurichten, weiss Herr V. nur allzu gut. Als Gymnasiast bekam Herr V. psychische Probleme. Er litt unter Ängsten und Depressionen, die schliesslich dazu führten, dass er seine Schulzeit ohne Matura abbrechen musste. Es folgten schwierige Jahre, in denen lange unklar war, wie er sein Leben beruflich gestalten möchte. "Nur eines war klar", meint Herr V. heute, "meine Vorliebe für die Natur war mir seit meiner Kindheit geblieben." Es war letztendlich dann auch ein logischer Schritt, 2009 die Lehre als Gärtner in einer Wildstaudengärtnerei anzufangen. Nach dem erfolgreichen Abschluss gelang es Herrn V. aber nicht, im Anschluss eine passende Festanstellung zu finden. Als er dann im Oktober 2012 zu Ingeus kam, war sein Wunschberuf klar, eine erfolgreiche Bewerbung war aber bis dahin ausgeblieben. Christa Saalfrank, seine Beraterin bei Ingeus, erinnert sich: "Herr V. war sehr motiviert, im Gartenbau einen Einstieg zu finden und von seiner IV-Rente wegzukommen. Freiwillig kam er mehrmals pro Woche an die Jobstation, um Bewerbungen zu schreiben."

Eine dieser Bewerbungen führte zu einem Vorstellungsgespräch bei Andreas Kessler. Herr V. fühlte sich hier direkt wohl und er erhielt einen Arbeitsvertrag. Der erste Arbeitstag verlief aber unglücklich, weil sich fachliche Defizite im Gartenbau zeigten. Herr Kessler meinte dazu: "Wir kamen eigentlich zum Schluss, uns nach dem ersten Arbeitstag sofort zu verabschieden. Durch die Intervention der Ingeus-Beraterin konnten wir aber zusammen mit der IV-Stelle  eine andere Lösung finden." Durch das Instrument 'Arbeitsversuch' der SVA war es möglich, dass Herr V. vorerst während drei Monaten Praktikumszeit die Chance bekam, neues im Gartenbau dazuzulernen und seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Herr Engelmann, Vorarbeiter von Herr V., begleitete ihn während dieser Zeit mit viel Verständnis. Rückblickend meint er: "Herr V. hatte am Anfang Mühe mit dem Arbeitstempo und nahm die Dinge oft viel zu genau. Seine Arbeit war grundsätzlich aber gut und seine Pflanzenkenntnisse beeindruckend." Sowohl Herr Kessler als auch Herr Engelmann sahen im Verlauf des Arbeitsversuchs den grossen Willen und die Entwicklungsfortschritte von Herrn V. In einem Standortgespräch mit allen Beteiligten wurde zunächst eine Verlängerung des Arbeitsversuches entschieden, wobei Herr Kessler im Anschluss eine Festanstellung in Aussicht stellte.

Herr V. konnte seine Leistung während seines Arbeitsversuches wesentlich steigern und seinen Chef überzeugen. Per 1. Oktober ist er in einem Pensum von 80% fest angestellt. Auch seine IV-Rente kann voraussichtlich aufgehoben werden. Es zeigt, dass nicht nur das Wurzelschlagen im Garten seine Zeit braucht, sondern auch in der Arbeitswelt öfters Zeit und Geduld gefragt sind, sowohl von Arbeitnehmern als auch von Arbeitgebern. 

Weitere Informationen zu Naturgärten, finden Sie unter www.naturgaertner.ch

Mit dem "JobNAVI" das Integrationsziel nachhaltig erreicht

Neben Entwürfen und der Erstellung von Plänen investieren Architekturbüros viel Zeit und Energie in die Teilnahme an Wettbewerben . Viele Stunden fliessen auch in die Anfertigung von Modellen. Bauherren und Bauämtern soll dabei anschaulich demonstriert werden, wie ein Gebäude oder ein Umbau dreidimensional wirkt und sich in die Landschaft oder Nachbarschaft einfügt. Feinmotorik, Sorgfalt und Genauigkeit sind bei der Anfertigung solcher Modelle gefragt. Über genau diese Stärken verfügt Herr A., der nach einem 6-monatigen Praktikum seit August 2012 bei dem aufstrebenden Architekturbüro Oliv Brunner Volk in Zürich als Projektmitarbeiter fest angestellt ist.

Herr A. kam vor zwölf Jahren mit Mitte dreissig als Architekt aus dem Iran in die Schweiz, absolvierte hier zwei Nachdiplomstudiengänge und arbeitete an der ETH Zürich in verschiedenen Projekten. Arbeitssprache war Englisch. Deutsch brauchte Herr A. quasi nur im Alltag, z.B. beim Einkaufen. Als sein Professor in den Ruhestand ging, musste sich Herr A. beruflich neu orientieren. Die Stellensuche gestaltete sich sehr schwierig, insbesondere wegen der mangelnden Deutschkenntnisse in seinem Fachgebiet. Irgendwann war er beim RAV ausgesteuert. Um nicht zum Sozialamt gehen zu müssen, nahm Herr A. eine Stelle als Gebäudereiniger  an. Seine Hoffnungen, als Architekt eine Stelle zu finden, schwanden immer mehr. Dann erkrankte auch noch die Ehefrau von Herrn A. ernsthaft. Er kümmerte sich neben dem Reinigungsjob um die drei Kinder. Irgendwann waren seine Batterien komplett leer. Er musste mehrere Wochen in eine Klinik und bekam in der Folge eine halbe IV-Rente zugesprochen. Doch Herr A. wollte sich mit dieser Situation nicht abfinden. Die IV-Stelle Zürich ermöglichte Herrn A. die Teilnahme am JobNAVI-Programm bei Ingeus, das u.a. einen 6-monatigen Arbeitsversuch in Form eines Praktikums vorsieht.

Besonders glücklich war der Umstand, dass Hr. Taghavi, einer der vier Geschäftsleiter von Oliv Brunner Volk Architekten Schweizer mit iranische Wurzeln ist. So kann bei sprachlichen Problemen auch einmal Farsi gesprochen und Fachbegriffe übersetzt werden. "Für mich ist es auch schön, mein Farsi etwas  zu gebrauchen" sagt Herr Taghavi schmunzelnd und fügt hinzu:  "Herr A. hat sich bei uns sehr engagiert während des Praktikums und war uns eine grosse Hilfe insbesondere im Modellbau. Menschlich passt er sehr gut in unser Team. Wir schätzen alle seine Art. Er arbeitet exakt und sieht von selbst, wenn er z.B. in den letzten, hektischen Tagen vor einem Abgabetermin gebraucht wird. Man muss ihn dann nicht erst fragen, ob er etwas länger bleiben kann. Er sieht es einfach. Wir haben gemerkt, dass wir ihn brauchen."

Die Ingeus-Beraterin Christa Saalfrank, die Herrn A. auf seiner JobNAVI-Reise begleitet und auch den Kontakt zum Arbeitgeber pflegt, freut sich über diesen Integrationserfolg. "Menschen mit Migrationshintergrund haben mitunter eine sehr gute Bildung und verwertbare Qualifikationen - da wäre es doch schade, wenn so jemand bis zur Rente als Reinigungskraft arbeitet. Ich habe fest an Herrn A. geglaubt, weil er seinen Beruf wirklich liebt. Und es braucht natürlich Arbeitgeber, die Menschen eine Chance geben - so wie die Oliv Brunner Volk Architekten GmbH."

Herr A. ist finanziell nun wieder völlig unabhängig .Auch gesundheitlich ist er nachhaltig stabil. Die halbe IV-Rente ist weggefallen ebenso wie die Zusatzleistungen, die er zeitweise bezog. Im Frühjahr erfüllt sich Herr A. einen lang ersehnten Wunsch: Er wird seinen Bruder, der ebenfalls Architekt ist, in Kanada besuchen.

Meine persönliche kleine Erfolgsgeschichte zur Leitungsposition

Seit einigen Jahren beziehe ich eine kleine Teilrente von der IV. Diese hilft mir, meinen Alltag zu finanzieren. Geldknappheit und Sorgen um eine gesicherte Zukunft nagten an meinem Selbstbewusstsein. Ferien leistete ich mir kaum noch, und als ich gesundheitlich wieder stabiler da stand, fing ich an, eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Der Erfolg blieb aus. Meine Zweifel, dass ich es jemals wieder in einen Arbeitsalltag schaffen werde, wurden grösser und grösser. Durch private Kontakte fand ich schon immer wieder eine Arbeit, doch leider wurde mir nie ein vernünftiger Vertrag offeriert. Mein grösster Wunsch, eine Anstellung zu finden, die meinen Fähigkeiten entspricht, verflog langsam aber sicher aus meiner Wunschliste. Schlichtweg habe ich mein Selbstwertgefühl verloren.

Im Januar dieses Jahres hat es mir so ausgehängt und ich wusste, wenn es so weitergeht, dann wird meine Situation in einigen Monaten so dermassen schlimm sein, dass ich sehr wahrscheinlich jeglichen Glauben an mich selbst verlieren werde. So habe ich der IV geschrieben, dass ich dringend Hilfe brauche um mich im Arbeitsleben wieder zu integrieren. Es ging ein paar Tage, da hatte ich einen Brief im Briefkasten, indem ich zu einer Veranstaltung der Firma Ingeus eingeladen wurde. Natürlich habe ich diesen Termin wahrgenommen, dies als meine grosse Chance gesehen und ich wusste innerlich, da musst Du nun alles geben, die helfen Dir! Es brauchte auch Überwindung, mich dieser Entscheidung zu stellen, einfach JA zu sagen, zu meiner Situation und das Beste aus ihr herauszuholen.

Bei Ingeus durfte ich am beruflichen Eingliederungsprogramm teilnehmen. Ein Jahr lang wurde ich bei der Arbeitssuche unterstützt. Ausserdem habe ich nach Vertragsabschluss eine Nachbetreuung von einem Jahr erhalten.

Als ich meine Betreuerin kennenlernte, hatte ich sofort ein gutes Gefühl und ich erkannte wieder den grossen Wunsch in mir, ich möchte unbedingt in der Berufswelt sein. Schnell hat meine Beraterin erkannt, dass ich voller Selbstzweifel bin. Zuerst wurde mein CV auf Vordermann gebracht, was viel Zeit in Anspruch nahm. Gott sei Dank hat sich meine Beraterin mit diesem Thema gründlich beschäftigt, denn für mich war mein CV ein Dorn im Auge. Ich stand nicht zu mir, habe angefangen mir was vorzumachen, suchte eine Anstellung in der falschen Branche, habe mich ständig abgewertet und gar nichts zugetraut. Doch nach einigen Motivationskursen kam langsam wieder Selbstwertschätzung in mein Leben zurück. Ich getraute mich sogar, motivierte Bewerbungen zu schreiben, im Internet Stellenausschreibungen zu suchen, die mir entsprechen. Doch die Absagen haben mich zur Verzweiflung gebracht!

Der Weg war hart. Meine Beraterin hat erkannt, dass ich vor meiner Aufgabe, eine angemessene Stelle zu suchen, flüchten will. Meine Angst, dass mich niemand anstellen will, hat mich so in die Enge getrieben, dass ich auf die Idee kam, mich wieder selbständig zu machen, was eher von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen wäre. Denn ich bin nicht so stabil, dass ich so viel Verantwortung tragen kann. Trotz allem wurde ich aufgefordert einen angemessenen Businessplan zu erstellen, diesen vorzustellen und anzufangen, das mir vorschwebende Projekt in Angriff zu nehmen. Von nun an fuhr ich zweigleisig, suchte weiterhin eine Stelle, bekam auch einen Abrufvertrag in der Eventgastronomie und wusste, das ist nun mal ein Anfang. Es tat mir gut, dass ich bald anfangen kann im Berufsleben wieder Erfahrungen zu sammeln. Ich buchte mir Ferien und war happy.

Nach meinen Ferien, ging es bei Ingeus weiter. Ich durchforste das Internet nach Stellen und auf einmal war sie da – meine Traumstelle. Ich bewarb mich, wurde eingeladen, mich persönlich vorzustellen. Es gab weitere Gespräche und ich fühlte mich wohl, kam damit klar, dass man mich ausfragte, dass man meinen Lebenslauf unter die Lupe nahm und Fragen stellte! Zur eigenen Überraschung merkte ich, dass ich mich durch meine Emotionen gar nicht beeinflussen lassen muss, denn ich wusste innerlich, die Stelle will ich und nach zwei Schnuppertagen wurde mir die Stelle offeriert und heute arbeite ich in einem 60%-Pensum, werde gefordert und hab die Chance diesen Betrieb in einem Jahr leiten zu dürfen.

Nun bin ich in der Probezeit, und zu wissen, dass Ingeus voll hinter mir steht, mich in schwierigen Situationen unterstützt, gibt mir die Kraft, an mich zu glauben.

Dass ich nun wieder in einem Arbeitsalltag stehe, und ich auch beruflich weiterkommen darf, war mir wirklich ein grosser Wunsch. Mit der grossen Unterstützung von Ingeus habe ich es geschafft, meinem Wunsch gerecht zu werden, was mir unglaublich gut tut und es hat Auswirkungen auf meine Gesundheit. Ich fühle mich stabil und weiss, dass ich auch schwächere Tage gut überstehen werde, mit Hilfe von Ingeus. Also ein ganz grosses Dankeschön an die freundlichen Leute von Ingeus, die mir geholfen haben, mein Selbstwertgefühl wiederzufinden und dies auch zu leben.

Motiviert ist halb vermittelt

Ich, ein 53-jähriger Ingeus-Kunde, bin seit Januar im Ingeus-Programm. Seit 2008 bin ich arbeitslos und befinde mich zurzeit noch in Massnahmen des RAV. Vor dem Programmeintritt habe ich bereits eine Wiedereingliederungsmassnahme einer Stiftung im geschützten Rahmen besucht. Ich verfüge über eine abgeschlossene Berufslehre und langjährige einschlägige Berufserfahrung als Logistiker. Aufgrund eines Rückenleidens beziehe ich seit April 2009 eine 50-prozentige IV-Rente.

Meine Motivation, schnellstmöglich wieder Arbeit zu finden, ist sehr hoch, was sich in meiner hohen Zahl verfasster Bewerbungen ausdrückt. Die Leistungen des Ingeus-Programms bilden eine gute Ergänzung zu den Massnahmen des RAV und haben eine motivierende Wirkung auf mich. Die Terminintensität, die angebotene Infrastruktur und das Kurs-Programm schätze ich sehr und es hilft mir bei der Optimierung meines Bewerbungsverhaltens. Ich bin sehr zufrieden mit dem Programm und dem positiven und warmherzigen Arbeitsklima bei Ingeus.

Der erste Schritt zum Quereinstieg

Ich bin 56 Jahre alt und beziehe seit Mai 2007, seit meinem Burnout, eine 100%-IV-Rente. Vorher war ich (gelernter Konditor und Confiseur) während über 20 Jahren in leitenden Positionen in Grossbäckereien tätig. Ich bin in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung, da ich unter chronischen Depressionen leide. Bei meinem Eintritt ins Ingeus-Programm hatte ich keine klare Vorstellung über meine beruflichen Möglichkeiten – ausser, dass ich auf keinen Fall wieder in meinem früheren Tätigkeitsgebiet (Bäckereien, Führungspositionen) arbeiten kann und will (grosse Ängste vor einem Rückfall). Im Verlauf meiner Beratungsgespräche und auch als Output der Teilnahme am Workshop „Job Kompass“ merkte ich, dass ich gerne Arbeitsversuche in der Immobilienbranche unternehmen würde, um so meine Belastbarkeitsgrenze, respektive meine Stresstoleranzgrenze herauszufinden. Seit ein paar Wochen arbeite ich in der Immobilienfirma meines Schwagers (Verwaltung von Mietwohnungen und Verkauf von Eigentumswohnungen) während zurzeit ca. sechs Stunden pro Woche (Termine mit Interessenten). Ich schätze den zwischenmenschlichen Kontakt mit den Interessenten und den Mitarbeitenden der Immobilienfirma nach einer langen Zeit der sozialen Isolation. Zu Beginn war ich noch ein wenig deprimiert und orientierungslos, aber jetzt strahle ich. Mein Ziel ist es, mein Arbeitspensum in verkraftbaren Schritten auf ein 50%-Niveau zu steigern.

Weniger Druck für eine effizientere Vermittlung

Ich bin eine 60-Jährige Schweizerin, mit einer Laufbahn als diplomierte Pflegefachfrau. Die Laufbahn zog zwei Burnouts nach sich. Zu Beginn des Programms bat ich um Unterstützung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und beim Aufbau meines Selbstbewusstseins. Eine grosse Hürde, die ich schon im ersten Termin ansprach, war der Druck des parallel laufenden RAV-Programms. Zwölf Bewerbungen im Monat (Vorgabe des RAV) zu schreiben, egal auf welche Stelle (bspw. Call-Center auf Provision), hat zu viel Druck auf mich ausgeübt. Ich hatte Angst durch das Programm von Ingeus und das RAV-Programm in ein drittes Burnout zu stürzen. Der Ingeus-Berater hat sich mit der RAV-Beratung in Verbindung gesetzt, um eine Zusammenarbeit anzubieten. Mit Erfolg. Ich werde durch mein medizinisches Gutachten weniger Bewerbungen beim RAV schreiben müssen, um im Gegenzug auf meine Arbeitswünsche eingehende Bewerbungen bei Ingeus schreiben zu können. Mittlerweile hatte ich ein Vorstellungsgespräch für eine 50%-Stelle als Kinderbetreuerin. Ich bin jetzt motiviert und erscheine jeweils mit vielen Stellenanzeigen zu den Terminen, und bin auch wirklich befreit von einer Last. ich habe meinen Berater zum 60. Geburtstag eingeladen.

Mut zur Bewerbung gefunden

Ich bin 37 Jahre alt und leide an Schizophrenie und beziehe eine 100%-ige IV-Rente. Zu Beginn des Programms war mir bewusst, dass ich sehr zurückhaltend war, aber doch auch neugierig. Ich arbeite seit 2006 zu 70% in einer geschützten Werkstatt und wünsche mir, endlich wieder in den 1. Arbeitsmarkt einzusteigen. Mein Arbeitsstellen-Ziel war anfangs eher unklar. Ich hatte zwar mit grafischen Programmen zu Hause zu arbeiten begonnen, doch für eine Stelle als Grafiker fehlten mir doch die nötigen Voraussetzungen. Mithilfe des Jobkompasses konnte ich mein “Field of Fascination” und schliesslich mein Berufsziel genauer definieren, welches wenig mit Grafik zu tun hat: Im Bereich der Küche. Ich hatte keine Bewerbungsunterlagen, kein Foto und kein einziges Arbeitszeugnis. Aufgrund meiner Krankheit konnte ich mich auch nicht genau erinnern, wann ich wo gearbeitet hatte und zusammen mit meinem Berater musste das über die AHV recherchiert werden. Das Ganze beanspruchte ziemlich viel Zeit, doch endlich war es soweit, und mit Ingeus zusammen konnte ein vollständiges Bewerbungsdossier, inklusive ansprechendem Foto und einem Bewerbungsschreiben erstellt werden. Ich freue mich sehr, dass die ersten Bewerbungen nun laufen. Ich nutze auch häufig die Telefone bei Ingeus, um bei laufenden Bewerbungen nachzufragen. Vorher hätte ich mir das nie getraut, jetzt werde ich langsam zum Profi-Telefonierer. Das Vertrauen zwischen meinem Ingeus-Berater und mir wächst langsam aber stetig und mit jedem weiteren Termin habe ich das Gefühl, dass ich offener, motivierter und sicherer werde. Ich spüre wieder einen Willen und Hoffnung. Mein Wille zeigt sich auch in der grossen Anzahl Besuche an der Ingeus-Jobstation und auch an den Workshops. Alles in allem stehen die Chancen sehr gut, bald eine neue Stelle zu finden.